Allgemeines

Weitverbreitete Problematik

Das komplexe und undurchsichtige Sozialversicherungsrecht stellt sich auch für die Mitarbeiter der Verwaltung als sehr kompliziert dar. Dies führt dazu, dass es den Sachbearbeitern in Behörden fast unmöglich ist, alle bestehenden Regelungen zu beherrschen und sämtliche Rechtsprobleme zu erkennen.
Auch die Überlastung des Verwaltungspersonals führt zu einer hohen Fehlerquote in der Renten-, Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Einer Studie des Wirtschaftsmagazins „Capital“ (06/02) zufolge sind ungefähr ein Drittel aller Rentenbescheide falsch. Auch die „Stiftung Warentest“ vergab der Beratung der Deutschen Rentenversicherung bereits vor einigen Jahren das Urteil „mangelhaft“.

Neben häufigen Fehlentscheidungen in allen Leistungs- und Beitragsangelegenheiten der Sozialversicherung besteht in Bereichen mit medizinischem Hintergrund eine enorm hohe Fehlerquote. D. h. sämtliche Leistungen der Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung, welche an medizinische Voraussetzungen geknüpft sind, werden häufig zu Unrecht nicht oder in zu geringer Höhe gewährt. Insbesondere fallen darunter Renten wegen Berufsunfähigkeit oder Minderung der Erwerbsfähigkeit, Leistungen der Pflegeversicherung und Leistungen / Renten der Unfallversicherung. Auch die Feststellung eines Grades der Behinderung führt häufig zu einer zu niedrigen Einstufung.

Des Weiteren liegen sehr viele Fehler in der Rentenberechnung bei Personen mit Beschäftigungszeiten in der ehemaligen Sowjetunion bzw. sämtlichen damaligen Ostblockstaaten vor. Dort erfolgt sehr häufig eine für den Rentenempfänger nachteilige Einstufung in die falschen Qualifikationsgruppen und Branchenbereiche.

Die höchste Fehlerrate liegt jedoch in der Rentenhöhe von Personen mit durchgeführtem Versorgungsausgleich. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Justiz sind bei Beurteilung zum Zeitpunkt des Rentenbeginns etwa 50 % der durchgeführten Versorgungsausgleiche falsch. Der Grund für die fehlerhafte Rentenberechnung liegt darin, dass sich seit der Durchführung der Scheidung und zeitgleichen Durchführung des Versorgungsausgleiches bis zum Zeitpunkt des Rentenbeginns verschiedene Änderungen in den tatsächlichen und rechtlichen Verhältnissen ergeben haben. Dies führt dazu, dass die tatsächlich von den Ehepartnern erworbenen Rentenanwartschaften nicht der in den Versorgungsausgleich eingerechneten Rentenhöhe entsprechen. Nicht selten ergeben sich nach einer Prüfung und Abänderung des Versorgungsausgleiches mehrere hundert Euro an Rentenerhöhung. Geprüft und dementsprechend abgeändert werden jedoch davon lediglich 1 % der fehlerhaften Fälle.

Fazit:
Bei Renten oder anderen Sozialleistungen, aber auch bei Fragen zu Versicherungsmöglichkeiten und Beiträgen, zählt mehr denn je eine professionelle Beratung.
Die sehr auf das Sozialrecht spezialisierten Rentenberater gehören zu der Gruppe von Berufsträgern, von denen man erwarten kann, dass sie den hohen Anforderungen gerecht werden.

Daniel Konczwald, Dipl. Verwaltungswirt

Dipl.-Verwaltungswirt

Daniel Konczwald

Rentenberater

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